Reisebericht von unseren persönlichen „Must See“ in Melbourne

Urd mal wieder bei der Werkstatt

Nachdem Urd beim wiederholten bezwingen des Great Dividing Range, Australiens größten Gebirgszuges, nun komische Geräusche im Vorderachsbereich machte, war unsere erste Amtshandlung in Melbourne eine Werkstatt aufzusuchen. Leider war unsere zuvor im Internet recherchierte Werkstatt einen Monat voll ausgebucht und so mussten wir kurzfristig etwas Anderes suchen. Bei Famagusta in Prahan nahm man bereitwillig 200 Dollar und verpasste URD dafür ein paar neue Schrauben an dem Vorderraddifferential, ein paar deutsch-englisch-italienische Verständnisschwierigkeiten im Preis inbegriffen.

Thai Kochkurs in Pips Cooking School

Instagram Kollage vom Thai Kochkurs

Dann hatten wir bereits in Sydney die fixe Idee einen Thai-Kochkurs zu besuchen, da wir wenn wir in Australien auswärts Essengehen zumeist beim Thai landen. Thai-Essen ist gesund und lecker und so, unsere blauäugige Annahme, lernen wir ein bisschen was um uns unterwegs leckeres Essen einfach selbst zu kochen. Von unterwegs hatten wir also im Vorfeld einen 4,5 Stunden Kurs bei Pip’s Cooking School gebucht. Nun endlich war es soweit und wir waren schon super gespannt. Pip, eine freundlich aber bestimmende Australierin mit rotem Wuschelkopf, war sehr sympathisch und zauberte mit uns an diesem Tag drei verschieden zubereitete Gerichte. Dumplings, zwei Curries (rotes mit Hühnchen/Tofu und grünes mit Shrips), einen Salat und super leckeren Reis mit Zitronengras. Uns, das waren ein älteres Lehrer-Manager Pärchen, zwei griechisch-stämmige Schwestern, eine indisch-stämmige junge Frau und uns zwei Deutschen. Eine bunte Mischung mit ebenso gemischten Kocherfahrungen, wobei wir offensichtlich die unerfahrensten waren. Die Aufgaben wurden nach Lust und Laune unter den Kursteilnehmern verteilt und ich war froh die meiste Zeit mit dem Mörser beschäftigt zu sein. Womit wir gleich zu dem Punkt kommen den wir uns vorher anders gedacht hatten, so ein Curry ist ganz schön viel Arbeit und noch mehr Schnibbelei. Jedoch haben wir auch einige Tipps und Techniken gelernt die sich gut auf andere Sachen übertragen lassen und so war das rund um ein toller und vor allem leckerer Tag in der Küche.

Australian Center for the Moving Image ACMI

Matrix Move Generator im ACMI Melbourne

Direkt neben der Haltestelle Flinders Street Station am Federation Square liegt das Australian Center for the Moving Image (Australische Zentrum für bewegte Bilder). Hier können Ausstellungen und Events besucht werden welche sich rund um das Thema Film drehen, einige sind auch kostenlos. Wir haben die Dauerausstellung zur Entstehung des Films und Spieleconsolen (Screen Worlds) sowie eine Sonderausstellung zur Animationsverfilmung des Kinderbuchs The Lost Thing angesehen. Beide Ausstellungen sind sehr interaktiv und man kann zum Teil auf uralten Spielekonsolen Klassiker zocken. Wenn es draußen zu heiß zum durch die Stadt schlendern ist, genau das Richtige.

Luna Park am St. Kilda´s Beach

Luna Park Melbourne

St Kildas Beach Melbourne

Bereits in Sydney haben wir von der Oper den auf der anderen Hafenseite liegenden Vergnügungspark im Dunkeln bunt leuchten sehen. Nun sind wir aus dem Alter ja schon ein bisschen raus gewachsen so hat es uns in der Zeit nie so richtig dort hingezogen, jedoch stand im Reiseführer von Melbourne das dort die älteste Holzachterbahn Australiens stehen soll. Grund genug einen Ausflug mit der Straßenbahn nach St. Kilda`s, dem Stadtviertel mit einem der schönsten Strände Melbournes, zu unternehmen. Der Luna Park ist so angelegt das man je Bahn Eintritt zahlt oder einen Tagespass kauft. Der überwiegende Teil der Fahrgeschäfte ist auf Schulkinder ausgelegt so haben wir uns auf die Achterbahn (Scenic Railway) konzentriert. Diese wurde 1912 erbaut und wird noch von Hand gebremst. Das heißt auf jedem der zwei Wagen steht in der Mitte ein Wagenführer der die Kiste bremst wenn es zu schnell wird. Ein Alptraum für TÜV und Arbeitsschutz.

Besuch in den Docklands und Circle Tram

Hafenblick Docklands Melbourne

City Circle Tram in den Docklands

Die Melbourne Docklands, einst Zentrum des Handels und Standort von Industrie und Werften, waren gegen 1990 fast verlassen und zu Hause für die Rave Partyscene geworden. Um 2000 begann man das ganze Gebiet neu zu strukturieren und für den Tourismus sowie als Wohngebiet zu nutzen. Heute beherbergen die Docklands einige Wolkenkratzer, u.a. Sitz diverser Banken, das riesige Etihad Stadium, Malls und das Melbourne Star (eine Kopie des bekannten London Eye Riesenrads).

Wir haben einen Tag in Docklands verbracht und waren im Ozmosis Harbour Town Shoppen. Die berühmte City Circle Tram hält ebenfalls an den Docklands und so konnten wir den Ausflug mit einer Fahrt in dieser historischen Straßenbahn verbinden. Die Waggons wurden zwischen 1923 und 1956 gebaut und verkehren auf vier Routen durch die Stadt. Jedoch nur die City Circle Tram (Route 35) ist kostenfrei.

Selbstgeführte Streetart-Tour durch Melbourne

Streetart in Melbourne
Danke an Cyrill für das Bild.

Wenn man wie wir einige Tage in Melbourne verbringt fallen einem ab und an die zum Teil sehr aufwendigen Graffitis auf. Und tatsächlich findet sich auf der Top15 der Aktivitäten von TripAdvisor eine Street Art Tour. Uns waren die 65 Dollar pro Nase ein bisschen zu teuer und fürs Anmelden waren wir auch etwas zu kurzentschlossen so haben wir kurzerhand eine selbstgeführte Tour von WalkingMaps gemacht. Die Tour ist mit 20 Kunststücken auf 30 Minuten angelegt, jedoch waren tatsächlich bei 40 Prozent der 20 Punkte keine Kunst mehr zu finden. Etwas schade, jedoch haben wir auch so einige der populärsten Straßenzüge gesehen und vor allem eine Tour durch die kleinen Gässchen der Stadt unternommen. An Orten die einen sonst nur echte Melbourner empfehlen, so waren wir nicht ganz so traurig und mit Pause trotzdem gute zwei bis drei Stunden unterwegs.

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