Penguin Parade auf Phillip Island

Die Überfahrt zurück nach Melbourne habe ich ja bereits im Spirit of Tasmania – Artikel beschrieben, samt Age of Empire auf der Fähre spielen :> Nun wieder in einer Großstadt, haben wir erstmal im Aldi in Melbourne unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Da wir bereits auf der Fähre unsere Laptops und Handys geladen hatten, haben wir uns für die Nacht auf einem kostenlosen Truckerstellplatz neben einer Tankstelle gestellt. Diese sind meist erstaunlich sauber, man hat einen Tankstellenshop in der Nähe und oft sogar Duschen.

Sonnenuntergang vorm kostenlosen Stellplatz am 7-eleven bei 34°C um 20:17...

Am nächsten Morgen sind wir auf zum Queen Victoria Market, eine der großen Sehenswürdigkeiten in Melbourne die immer wieder erwähnt wird. Im Grunde ist es ein großer ständiger Markt, auf dem es neben Obst, Gemüse und Fleischständen noch allerlei Bekleidung und anderen „Krims Krams“ zu kaufen gibt. Die meisten Stände sind unterdacht bzw. in einem Gebäude und somit auch bei Regen gut zu besuchen. Dort kann man relativ günstig frische Lebensmittel einkaufen oder sich in der Delikatessen-Abteilung ein leckeres Stück Käse oder Kuchen gönnen. Ob das jetzt wirklich eine „must-see“-Sehenswürdigkeit ist, sei dahingestellt. Unsere Auswahl für Melbourne findet ihr übrigens in unserem Reisebereicht von Melbourne 😉

Queen Victoria Market in Melbourne

Anschließend ging es dann bei 39°C und nicht funktionierender Klimaanlage Richtung Osten zur Phillip Island! Etwa 2 Stunden von Melbourne entfernt liegt die nur etwa 10 km mal 20 km kleine Insel, die über eine Brücke vom Festland aus erreichbar ist. In Cowen ist Robert mal wieder ins Meer gehüpft, mir war es noch zu kalt :>

Der Grund unserer Fahrt war jedoch ein anderer – die berühmte „Penguin Parade“! Bei der man ganze Gruppen von kleine Zwergpinguinen beobachten kann, wie sie am Abend aus dem Meer zurück die Sanddünen hinauf watscheln. Die verkauften Tickets reichen vom Standard Tribünen Ticket ($24) bis zur Ultimate Adventure Tour ($85). Phillip Island ist nach dem Uluru (Ayers Rock) die meistbesuchte Attraktion in Australien. So werden die Massen an Besuchern aufgeteilt und an bessere und schlechtere Plätze mit mehr und weniger vorbeikommenden Pinguinen verteilt. Uns hat das Tribünen Ticket gereicht und so hatten wir noch etwa 2 Stunden Zeit bis zur erwarteten Ankunft der Pinguine.

Schild beim Parkplatz vor der Penguin Parade "Please Check under your Car" - keine Pinguine unterm Auto?
By PookieFugglestein (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons
Wir hätten uns nicht von der Mittagshitze Ende Januar beirren lassen sollen und hätten lieber noch eine warme Jacke mitgenommen! Sobald die Sonne untergangen war und man auf der ungemütlichen Bank am Strand wartete wurde es doch sehr kühl… Das warten hat sich gelohnt, ein paar Minuten nach der vorhergesagten Zeit rief jemand aus der Menge und zeigte aufs Meer. Und kurze Zeit später watschelten auch schon die ersten kleinen Pinguine zögerlich Richtung Strand. Einige schauten sich erst einmal um und verschwanden noch einmal im Meer. Beim zweiten oder dritten Anlauf watschelten sie dann immer schneller vorbei an den Möwen in Richtung Düne. Dort verweilten sie noch einmal, um sich auszuruhen oder um auf weitere Pinguine zu warten. Und dann liefen sie die Dünen hinauf und die nächsten hinterher. Meist kamen sie in 3er oder 4er Gruppen aus dem Meer, insgesamt haben wir so etwa 40 – 50 Pinguine gesehen denen man später von den Tribünen aus noch bis hinauf ans Haupthaus folgen konnte.

von JJ Harrison (jjharrison89@facebook.com) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
von JJ Harrison ([email protected]) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Fotografieren ist ausschließlich vor Ankunft der Pinguine erlaubt, sobald man auf der Tribüne sitzt müssen Fotoapparate, Videokameras und Smartphones in der Tasche verschwinden. Ob man bei dem bisschen Licht, dass die aufgestellten Scheinwerfer warfen, viel gesehen hätte, ist eine andere Frage. Sie sind auf jeden Fall sehr niedlich anzusehen, nur eine warme Jacke sollte man vielleicht dabei haben 😉

Da wir zuvor schon bei Campingplätzen in der Nähe angefragt hatten und keine $45 für die kurze Nacht zahlen wollten, haben wir uns wieder bei einem kostenlosen BP-Trucker-Platz nieder gelassen. Am nächsten Morgen ging es wieder zurück nach Melbourne zum Crystal Brook Tourist Park. Den Pool konnten wir wegen Wartungsarbeiten leider nicht benutzen, aber zumindest gab es in der Nähe einen Domino’s und so zum Abendessen einen kleinen Spaziergang und Pizza :>

In den nächsten zwei Tagen haben wir uns noch mit Freunden aus Sydney getroffen und gemeinsam Melbourne ein bisschen erkundet. Die Highlights hat Robert bereits zusammengefasst 🙂

Am nächsten Tag ging unsere Reise dann weiter Richtung Westen – zur berühmten Great Ocean Road.

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